Belohnung: Wer vergiftete Filou?

Die Horror-Vorstellung für jeden Hundebesitzer wurde am Mittwoch für den Staffelleiter Martin Grassler, von der Rettungshundestaffel des Traunsteiner Roten Kreuzes, Wirklichkeit: Sein fünf Jahre alter Entlebucher Sennenhund "Filou" fand in einem kleinen Schilffeld, zwischen Egerer und der Turnhalle Chieming, einen Giftköder und verschluckte ihn.

hund, filou

"Nur der Geistesgegenwart von Grassler ist es zu verdanken, dass das Tier noch lebt. Er hat seinen Hund zum Glück gleich in die Münchner Uni-Klinik gebracht", berichtet sein Kollege Karsten Thiel. "Filou" ist mittlerweile über den Berg. Wenn alles gut läuft, kann Grassler ihn heute Abend wieder mit nach Hause nehmen. Es sei allerdings noch unklar, ob er je wieder als Rettungshund eingesetzt werden kann. Tiehl: "Man kann noch nicht sagen, ob die Vergiftung neurologische Schäden hinterlassen hat."

Auch die Polizei und die Gemeinden wurden mittlerweile über den Fall informiert. "Die Streifenpolizisten halten die Augen offen, nach weiteren Giftködern. Bislang wurde aber keiner mehr gefunden", so Bernhard Seitlinger, Leiter des Operativen Ergänzungsdienstes Traunstein. Nach Auskunft der Gemeinde Chieming seien in den vergangenen Tagen mehrere Vorfälle dieser Art gemeldet worden. Zwei Privatpersonen haben daher jetzt für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, eine Belohnung von 1000 Euro ausgelobt.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Traunstein unter Tel. 0861-9873-205 entgegen. Für Hundehalter speziell im Bereich Chieming gilt weiterhin: Hunde bitte an der Leine führen und besonders darauf achten, dass diese nichts aufnehmen und fressen.

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