Fachdienstlager 2013

Vom 28.06.2013 - 30.06.2013 fand auch heuer wieder ein Fachdienstlager der BRK-Rettungshundestaffeln statt, diesmal in der Lechrainkaserne in Landsberg am Lech.

 

Unsere Staffel fuhr am Freitag mit 6 RH-Teams nach Landsberg, wo ein interessantes und anstrengendes Wochenende auf uns wartete.

Am Freitag begrüßte uns noch freundliches Wetter mit Sonnenschein, was sich dann in Laufe der Nacht änderte und am Samstag in strömendem Regen endete. Nachdem wir das SG 30 Zelt aufgebaut hatten, ging es zur Begrüßung. Anschließend fand eine Theoriestunde Orientierung statt. Danach begann der gemütliche Teil mit Grillen am Lagerfeuer und viel Spaß. Nach einer durchwachten, kalten Nacht im luxuriösen SG30 Zelt mit Strom, Licht aber ohne Heizung trafen wir uns zu einem gemeinsamen Frühstück. Danach trennte sich unsere Gruppe in Trümmer und Fläche.

 

Die Flächenteams starteten zu einem Orientierungslauf bei dem verschiedenste Stationen angelaufen werden mussten. Unser Team Dornröschen bestand aus Martl, Moni, Gerlinde und den zwei Oberlandlern Ingo und Gabi.

 

Nach der offenen Anzeige folgte die Reanimation. Die Puppe überlebte – Hurraaaa!!!!!

 

Die erste Schwierigkeit stellte sich dann im Rahmen der Orientierung beim Auffinden des Ausgangspunktes. Mit Hilfe von Karte, GPS und Navi, kamen auch wir dort an. Nun konnte es endlich zu unserer Survivaltour im strömenden Regen losgehen. Die nächste Station forderte unsere Entscheidung „Rollator oder Rollstuhl“ – egal, die Hunde fanden alles. Danach wurde Tessa Opfer von Fußverbandswütigen. Sie ließ alles mit einer Engelsgeduld über sich ergehen. Und weiter ging es zum Hochseilakt. In luftiger Höhe wurden auch hier die Opfer erschnüffelt.

 

Nun kam die kniffligste Aufgabe unserer Tour:

 

Die Orientierungsübung „Gehe Richtung Osten“,

 

Dem Namen nach hörte sich die Übung leicht an, was sich aber sehr schnell als Fehleinschätzung herausstellte. Schon kleine Fehler bei den Teilaufgaben rächten sich mit mehreren zusätzlichen Kilometern Fußmarsch. Letztlich zogen wir unseren Telefonjoker, was uns aber den Platz an der Spitze kostete. So, nun ging es weiter. Nachdem wir unsere Schritte auf 50 Meter gezählt hatten, trafen wir auf eine Motorradfahrerin im Wald. Auch das Opfer mit Helm wurde von unseren Hunden erfolgreich verbellt. Bei der nächsten Station waren die Sanitäter gefragt. Gerlinde bekam eine schöne Armschlinge und einen noch schöneren Kopfverband und weiter ging es zur nächsten Herausforderung.

 

Und dann kam der BAUM!!!! Hier mussten unsere Hunde eine als Baum verkleidetet und getarnte Person anzeigen. Bei dieser Übung zeigte sich, wie wichtig es ist, den Hunden viele verschiedene Opferbilder zu zeigen. Die Hunde zeigten keine Angst beim Verbellen, haben aber sehr unterschiedlich auf den sich dann bewegenden Baum reagiert.

 

Super – wir haben viel über unsere Helden gelacht!!

 

Auch die Hundeführer bekamen beim Funken und Klettern ihre Herausforderung. Aber keine Aufgabe war zu schwierig für Dornröschen. Nachdem wir schon sieben Stunden und zwölf Kilometer unterwegs waren, näherten wir uns dem Ende. Vor der wohlverdienten Dusche musste noch ein Puzzle auf Zeit zusammengesetzt werden, wobei schnell klar wurde, dass auch 20 Teile eine richtige Herausforderung sein können.

 

Die drei anderen Teams (Kathi, Meta und Robert) Staffel wählten das Trümmer-Training, da sie bereits mit dem „Trümmervirus“ infiziert sind und jede sich bietende Möglichkeit dazu nutzen. Unter der Leitung von Frank Singer wurden uns allen interessante Möglichkeiten geboten und wir konnten zusammen mit weiteren 15 Teams aus verschiedenen Staffeln trainieren. Am ersten Tag suchten wir in einem Heizkraftwerk unsere Versteckpersonen, wobei die Hunde bewiesen, dass sie ihre Arbeit auch unter schwierigen Stressbedingungen, wie enormer Lautstärke durch die Maschinen (es gab Ohropax für Menschen), abstrahlender Hitze der Kessel und schwierigem Untergrund mit dunklen Treppenabgängen, zuverlässig und hochmotiviert verrichteten und alle „Opfer“ sicher verbellten.

 

Die nächste Aufgabe wurde in einer großen Wellblech-Lagerhalle gestellt, mit Maschinen, Werkzeug und Regalen. Hier war besonders das Lesen des Hundes durch den Hundeführer unter Berücksichtigung der Thermik gefragt. Unsere Hunde zeigten auch hier wieder, dass wir uns voll auf sie verlassen können und arbeiteten die Witterung zuverlässig aus.

 

So konnten die Teams auch diese Aufgabe ohne Probleme lösen.

 

Zurück im Lager, hatte auch endlich der Regen aufgehört und wir bekamen einen köstlichen Kaffee von Kathi serviert. Danach ab unter die Dusche im Wellnesstempel. Nach stundenlangem wandern quer durch den Landsberger Forst und dröhnendem Lärm im Heizkraftwerk, hatten wir uns unser Abendessen redlich verdient. Danach fielen wir alle wie tot in unsere Feldbetten. Allerdings dauerte die Ruhe nicht lange, da ein reeller Alarm für eine Vermisstensuche unseren Schlaf abrupt unterbrach. Glücklicherweise wurde der Einsatz schon nach wenigen Minuten abgebrochen, da die Person unverletzt aufgefunden wurde.

 

Der Sonntagvormittag war für die Flächenteams durch ein Suchtraining geprägt. Hier konnte jeder entscheiden, wie er seine Suche gestaltet haben möchte. Das Training mit Corinna hat uns viel Anregungen und wissenswertes gebracht. Die Trümmergruppe verlegte das Training am zweiten Tag in eine Tiefgarage mit interessantem Unterbau. Anm. d. Red.: Manchmal haben die Fehler von Architekten auch Vorteile. Dort verbarg sich ein „Labyrinth“ aus vielen Zwischenmauern und kleinen „Kellerabteilen“. In der Dunkelheit suchten die Hunde selbstständig sämtliche Räume ab und zeigten die beiden Versteckpersonen sicher an.

 

Nachdem sich das Training der Flächengruppe ziemlich verzögert hatte, kamen wir völlig kaputt zum Lager zurück und hätten unsere Trümmertruppe knutschen können – das Zelt war schon abgebaut und verstaut. Allerdings offenbarte sich nun das Chaos von Moni und Gerlinde, diese hatten nicht ganz so gut aufgeräumt und mussten nun ihr Durcheinander noch im Staffelauto unterbringen, was sich bei der Menge als schwierig erwies. Sie hatten gepackt, frei nach dem Motto: „Nur die Armen und dummen frieren“

 

Etwas traurig traten wir die Heimfahrt an und eines ist klar: Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, bei der alle Teams - sowohl Hund als auch Mensch - gefordert wurden, aber auch der Spaß nicht zu kurz kam.

 

Unsere Teams beschlossen einstimmig, auch nächstes Jahr wieder mit dabei zu sein!

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